greentunes // Becquerels

Comeback is a good word, man …

ließ uns Mickey Rourke unlängst wissen und wir entgegnen: Comeback kommt peinlich, denn das Wort suggeriert, früher sei alles besser gewesen und das Heute nur ein lauwarmer Aufguss der Vergangenheit. Früher, also bevor Indie-Bands die Synthesizer ihrer Väter aus den Kellern kramten, waren Teile der Becquerels noch „Lagoon – The Band“ und damit eine feste Größe der Monaco-Brit-Renaissance der Nullerjahre, die unter anderem als Support von Mark Owen, The Sounds oder The Bravery spielte.

Die Becquerels sind dank neuer Stimme musikalisch eigenständig, gereifter und dem ADHS-Gezappel ungelenker Up- und Downstrokes entwachsen. Garage, Indie und Rock ’n’ Roll: die alten Schlagworte sitzen eng wie ein Tweed-Anzug aus den Sixties, die Hosenbeine und die Dancing-Shoes aber sind staubig vom Wüstensand, den ihnen Ennio Morricone in einer – zuvor geleerten – Whiskeyflasche vermachte. Seitdem ist das klangliche Spektrum breiter, das musikalische Ego größer und die Boys endlich „back in town“.